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Es werden Posts vom März, 2026 angezeigt.

Natascha Wodin - Sie kam aus Mariupol

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Von diesem Buch habe ich immer mal wieder gehört. Es gab also einige Empfehlungen. Mit dem letzten Rutsch Second Hand Bücher konnte ich das mit in meine Sammlung aufnehmen und habe es heute dann fertig gelesen.  Eine beeindruckende Familiengeschichte. Zudem auch sehr bedrückend, denn jede Generation hat sich durch eine Zeit kämpfen müssen, die alles andere als einfach war. Sei es Bürgerkrieg, Enteignung, der Holodomor, Besatzung, zweiter Weltkrieg, Verbannung, Zwangsarbeit und einiges mehr.  Die Autorin begibt sich auf Spurensuche. Ihre Mutter hat sich selbst das Leben genommen, als ihre beiden Töchter noch jung waren. Der Vater, gewalttätig und sehr schweigsam. Somit gibt es nicht viele Informationen mit denen sie sich auf die Suche machen kann. Was sich dann aber mit viel Einsatz und etwas Glück herausfinden lässt, ist eine Familiengeschichte die wohl repräsentativ für viele andere Familien, insbesondere der Ukraine, genannt werden kann.  Ich kann dieses Buch sehr empfe...

Evie Woods - Die geheimnisvolle Bäckerei in der Rue de Paris

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Das zweite Buch, dass ich von Evie Woods gekauft und gelesen habe. (Eintrag zum ersten gelesenen Buch von Evie findet ihr  hier .) Zum einen weil das Taschenbuch einen sehr schönen bedruckten Buchschnitt hat, zum anderen weil richtig arger Kitsch zwischendurch einfach sein muss.  Diese Geschichten sind so wunderschön berechenbar, es ist komplett Urlaub fürs Gehirn. Da ich es heut mit im Zug dabei hatte, konnte ich durch die zweite Hälfte durchfliegen.  Edith verlässt Irland um in Frankreich einen neuen Job in einer Bäckerei anzufangen. Sie hat jahrelang ihre Mutter gepflegt und wagt nun das große Abenteuer, dass natürlich mit einem Missverständnis losgeht. Die Bäckerei ist nicht in Paris sondern in Compiegne, eine Kleinstadt, etwa eine Stunde von der Hauptstadt entfernt. Dort hilft sie dem jungen Manu und seiner Oma. Es spukt in der Backstube! Keine Ahnung was die side quest sollte, passt aber natürlich sehr schön in die kitschige Idealvorstellung von Frankreich an sich. ...

Sarah Kuttner - Die anstrengende Daueranwesenheit der Gegenwart

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Das buch habe ich mal aus dem lokalen Bücherschrank gezogen, da wird es auch wieder landen.  Großes uff. Das ist mal absolut gar nichts. Das Buch enthält die überarbeiteten und ungekürzten Kolumen von Kuttner aus der Süddeutschen Zeitung (19.12.2005-30.12.2006) sowie die Kolumnen von ihr im Musikexpress (Februar 2006-2007). Nicht mein Humor, viel zu doll und viel von diesem "Darf man das noch sagen??". Immer anecken wollen, koste es was es wolle. Aus heutiger Sicht natürlich noch mal mehr als damals eh schon.  Da es nur kurze Kolumnen sind und bei den SZ Dingern sind es Fragen die sie beantwortet, war das Buch hier innerhalb von gut zwei Stunden abgehakt.    Das halt gar nix. Kommt wieder weg. Easy.  

Simon Singh - Fermats letzter Satz

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Die abenteuerliche Geschichte eines mathematischen Rätsels  Ich habe mich mal wieder an meine Buchstapel rangesetzt und ein bisschen gestöbert. Herausgekommen ist dabei ein Buch über Mathegeschichte. Na, warum auch nicht. Das Buch hier ist ein sehr schöner Weg zur Lösung des Rätsels von Fermats letztem Satz.  Dieser besagt:    wobei n > 2 nicht sein darf, da es keine Lösung in ganzen positiven Zahlen gibt. Das hat sich Pierre de Fermat im 17. Jahrhundert so ausgedacht und eine Notiz hinterlassen, in der er sagt, er habe einen Beweis dafür. Diesen Beweis hat er aber nie aufgeschrieben und das ganze stellt sich als so verflucht kompliziert heraus, dass es erst im 20. Jahrhundert (1994) bewiesen werden konnte. Also über 300 Jahre später.  Die Geschichte die Simon Singh hier aufschreibt, umfasst die ganze Suche nach dem Beweis für diese Formel. Super spannend geschrieben und aufgezogen, soviele Informationen zu den Größen der Mathemathik (unter anderem auch Fraue...

Cilly Verspohl - Leise, die Welt ist so laut

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Poesie und Prosa aus der Stille  Das Buch habe ich aus dem lokalen Bücherschrank gezogen. Es sah ganz nett aus und ein bisschen Poesie kann nie schaden. Inhaltlich jetzt nicht der Knaller . Einiges an Kurzgeschichten, ein paar Gedichte und Anekdoten. Alles ein bisschen altbacken, was auch daran liegt, dass die Autorin 1910 in Münster geboren wurde. Sie war herzkrank   und hat daher die meiste Zeit zu Hause im Bett verbracht. Einige schwere Operationen, Krankenhausaufenthalte und Bettlägerigkeit haben sie sehr geprägt und ihren Blick für die kleinen Details im Leben geschärft. Sie macht viel mit sich selbst aus und teilt lediglich die Freuden mit Außenstehenden. Beim Schreiben hat sie da etwas mehr Raum. Den nutzt sie sehr gut, nur ist es eben mit dem heutigen Blick ein bisschen alt plus kitschig (nicht schlimm negativ gemeint). Die Frau hat zwei Weltkriege miterlebt und war schwer krank. Wenn man das mit einbezieht, sind es einfach kleine Prosa Stücke die ihre kleine Welt besc...

Maike Schöfer - Nö Eine Anstiftung zum Neinsagen

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Dieses Buch habe ich letzten Monat im lokalen thalia entdeckt und habe es mitgenommen. Kannte die Autorin nicht aber das Cover sieht gut aus und eine Anstiftung zum Neinsagen kann einfach nie verkehrt sein.  Und - Überraschung - es ist sehr lesenswert. Die Autorin Maike Schöfer ist evangelische Pfarrerin und hat Religionspädagogik studiert. Daher ist es nicht "das nächste Buch über Feminismus" sondern es ist ein weiteres Buch über Feminismus, mit einem churchy touch. Die Bibel, Religion im allgemeinen und verschiedene Geschichten werden hier immer mit eingeflochten und mit betrachtet. Fand das sehr spannend, auch wenn ich selber nicht religiös bin. Ich wurde zwar katholisch erzogen und wurde bis zur Firmung geschleift aber in meinen frühen zwanzigern hat Religion einfach keine Rolle mehr gespielt. Das wird sich nicht mehr ändern, trotzdem spreche ich niemandem den Glauben ab und finde es wie hier eben geschehen, sehr gut, eine weitere Perspektive oder Ebene mit in den Diskurs...

Won-Pyung Sohn - Counterattacks at thirty

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Süd-Korea, Abfahrt.  Da war ich rein literarisch noch gar nicht. Ich habe das Buch von einer sehr guten Freundin ausgeliehen bekommen und habe es heut fertig gelesen. Die Übersetzung ist auf Englisch. Die Story an sich ist nicht zu anspruchsvoll, daher kommt man mit gutem Schulenglisch relativ einfach durch. Die speziellen Besonderheiten der koreanischen Kultur, sei es bezüglich Arbeit oder das Alter (Babys werden geboren und sind direkt 1 Jahr alt), findet man am Ende vom Buch durch den Übersetzer.  Die Protagonistin ist Jihye, Anfang 30, wohnhaft in Seoul, in einer (fast) Kellerwohnung und sie arbeitet als bezahlte Praktikantin in einer Akademie, in der Kurse angeboten werden. Relativ unspektakulär alles. Viel mehr als Arbeit steht bei ihr nicht an und ihr Traum fest angestellt zu werden, ist erstmal nicht in greifbarer Nähe. Ihr neuer Arbeitskollege Gyuok überredet sie, mit ihm zusammen am Ukulele Kurs teilzunehmen. Denn pro Semester, dürfen die Mitarbeiter und Mitarbeiteri...

Friedrich Dürrenmatt - Der Richter und sein Henker

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Klassiker Zeit. An meinem letzten Urlaubstag habe ich mich noch einmal auf die Couch gesetzt und mir den kurzen Krimi von Friedrich reingefahren. In der Schule habe ich das nicht gelesen, da ging es eher in Richtung Max Frisch und Klaus Mann. Keine Ahnung woher das kleine zerfledderte Buch her ist aber es kann nun in den Klassiker Bereich im Regal einziehen.  Die Story spielt in der Schweiz. Polizeimitarbeiter, die einen Mord an einem Kollegen lösen müssen. Der ältere Hauptermittler hatte sich damals einen Feind im Auslandseinsatz beim Saufen ans Bein gebunden. Eine Wette, die dann zu Konsequenzen führte, die so nicht zu ahnen waren. Am Ende ein netter aber vorhersehbarer Twist. Der natürlich die Frage nach Rechtschaffenheit und Justiz aufwirft. Kann man alles so machen und ich verstehe auch, wie man eine Schulklasse da debattieren lassen kann. Jetzt mit 37 Jahren, bin ich froh, dass ich es lesen kann, ohne groß Arbeit da reinzustecken. Könnte man bestimmt aber ich habe da wirklich...

Annemarie Paulsen - Alles büddn wild

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Eine echte Bäuerin über Landwirtschaft, Tradition und Tüddelband Das Landleben. Oft verklärt zu einem kitschigen Bild, dass sich Stadtmenschen zurecht legen oder welches in TV Formaten gezeichnet wird. Im Gegensatz dazu stehen dann die älteren Generationen von Familienbetrieben, die noch anpacken und mit der verweichlichten Jugend nichts mehr anfangen können. Körperliche Arbeit, Bürokratie und alles für den Hof. Zwei Extreme die sich da gegenüberstehen. Genau dazwischen: Annemarie, die mit ihrem Mann Martin zusammen den Hof seiner Eltern in der Uckermark übernommen haben.  Es geht nicht nur um den Milchviehbetrieb. Dieser wurde auf Bio umgestellt und hat mittlerweile einen Melkroboter im Stall. Eine Modernisierung die langsam aber sicher Einzug erhält und vor allem muss. Betriebswirtschaftlichkeit und Engagement geben sich auf dem Hof die Klinke in die Hand. In diesem Buch geht es viel um das Landleben an sich. Um Gemeinschaft, Familie, Landwirtschaft allgemein und vor allem den Wa...

Jennifer Haigh - Licht & Glut

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Mal wieder ein Roman. Das zweite Buch, dass ich von Jennifer Haigh lese. Das Leben von ausgewählten Stadtbewohnern auf 472 Seiten. Dieses Mal keine Familiengeschichte, sondern mehrere Bewohner und Bewohnerinnen der Kleinstadt Bakerton in Pennsylvania. Gut gemacht aber die ersten 100 Seiten relativ unübersichtlich, da man alle erstmal kennenlernen muss. Ein paar Zeitsprünge sind drin, die sind aber meistens am Kapitelanfang zu erkennen. Ich bin nicht so schnell durchgekommen, wie im ersten Buch ( Eintrag hier ) von ihr. Das wird aber an all den verschiedenen Perspektive liegen.  Die Kohlezeit in Bakerton ist vorbei. Die Kohlegruben sind geschlossen, es herrscht hohe Arbeitslosigkeit und eine gewisse Tristesse. Dann wird eine große Gas- und Ölfirma auf das Land in Bakerton aufmerksam. Sie setzen auf Gas und der große Themenblock Fracking wird hier erklärt und näher gezeigt. Bewohner und Bewohnerinnen verpachten ihr Land, werden über den Tisch gezogen, verseuchtes Grundwasser, Aktivis...

Martina Hefter - Hey guten Morgen, wie geht es dir?

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Deutscher Buch Preis 2024. Habe es im Buchhandel mitgenommen, Titel klang nett und dieser Sticker hat mich verleitet.  Ich hatte es relativ flott durch für meine Verhältnisse. Mit 220 Seiten ist auch gar nicht soviel Platz für eine ausufernde Geschichte. Das hat mich Zwischendurch ein bisschen genervt aber erstmal kurz zur Geschichte an sich.  Juno ist um die 50 Jahre alt. Sie lebt zusammen mit ihrem Mann Jupiter in Leipzig. Jupiter ist schwer krank (vermutlich Multiple Sklerose, klingt für mich zumindest danach) und wird von Juno tagsüber gepflegt. Die beiden verbringen die Nächte getrennt. Juno, die ein öffentliches Instagram Profil hat, da sie Ballett Tänzerin sowie Performancekünstlerin ist, schreibt mit Love Scammern auf Instagram. Die meisten wimmelt sie ab. Benu bleibt dann doch für länger, bis hin zu Video Calls.  Die Beziehungen werden schön aufgezeigt. Mal versuchen die Männer Juno zu scammen, dann wiederum, sieht sie sich in der Position, dass sie bei einem Kon...