Margaret Mazzantini - Niemand rettet sich allein
Das hab ich vor einiger Zeit aus dem Bücherschrank gezogen. Titel klang gut und die italienische Autorin kannte ich noch nicht. Da hab ich ein gutes Händchen bewiesen. Die 218 Seiten habe ich an zwei Abenden gemütlich weggezogen. Lohnt sich sehr, denn die Geschichte ist mal eine andere Perspektive und ziemlich unverblümt. Man begleitet Delia und Gae (Gaetano) zu einer Verabredung in einem Restaurant. Währenddessen hat man als Leser oder Leserin die Position, dass man bei beiden im Kopf sitzt und die Gedanken, sowie Flashbacks in die Vergangenheit, mitlesen kann. Delia und Gae leben nämlich nicht mehr zusammen. Die Beziehung startete als die ganz große Liebe. Voller Ambitionen und einem ausufernden Sexleben. Nahe der Perfektion. Gekrönt durch zwei Kinder (Cosmo und Nico). Und jetzt? Jetzt sitzt man da in den Trümmern und schaut sich den mal leisen und mal sehr lauten Niedergang einer großen Liebe an. Ich wollte das manchmal alles gar nicht lesen aber aufhören ging dann eben a...