Evie Woods - Die geheimnisvolle Bäckerei in der Rue de Paris

Das zweite Buch, dass ich von Evie Woods gekauft und gelesen habe. (Eintrag zum ersten gelesenen Buch von Evie findet ihr hier.) Zum einen weil das Taschenbuch einen sehr schönen bedruckten Buchschnitt hat, zum anderen weil richtig arger Kitsch zwischendurch einfach sein muss. 

Diese Geschichten sind so wunderschön berechenbar, es ist komplett Urlaub fürs Gehirn. Da ich es heut mit im Zug dabei hatte, konnte ich durch die zweite Hälfte durchfliegen. 

Edith verlässt Irland um in Frankreich einen neuen Job in einer Bäckerei anzufangen. Sie hat jahrelang ihre Mutter gepflegt und wagt nun das große Abenteuer, dass natürlich mit einem Missverständnis losgeht. Die Bäckerei ist nicht in Paris sondern in Compiegne, eine Kleinstadt, etwa eine Stunde von der Hauptstadt entfernt. Dort hilft sie dem jungen Manu und seiner Oma. Es spukt in der Backstube! Keine Ahnung was die side quest sollte, passt aber natürlich sehr schön in die kitschige Idealvorstellung von Frankreich an sich. Die grummelige Chefin stellt sich später doch als ganz nett heraus und Edith findet in der Kleinstadt sehr schnell Anschluss. Natürlich taucht Hugo dann eines Abends in einem Jazzclub auf. Adretter Typ, ein bisschen reich und schon haben wir das Rezept für wilde Knutscherei und Liebe auf den ersten Blick. Diese wird aber getrübt, denn er arbeitet in einem Familienunternehmen, dass alte Häuser aufkauft um dann alles wegzubaggern und Hotels zu bauen. Na ihr merkt schon, da kracht es zwischen der enthusiastischen sowie leidenschaftlichen Edith und dem Investorenkapitalisten Hugo. Alles befeuert durch die Probleme der kleinen Bäckerei die Hypothek zu bezahlen, die Bank drängt daher auf einen Verkauf. Natürlich interessiert sich die Investorenfirma von Hugo für den Laden. Edith gibt aber nicht auf und setzt alles an einen Rettungsplan. Social Media Konzept, eigene Rezepte und Cupcakes. Ich will das Ende nicht vorwegnehmen aber es ist ein Happy End in allen Belangen. Alles andere wäre eine herbe Enttäuschung gewesen. 

Schöne Charaktere, ein bisschen geheimnisvolle Erzählstränge (Geist im Keller und eine Geheimzutat die Menschen alte Erinnerungen wieder hochholt), da Europa - darf Hitler nicht fehlen, Tourismus, alte Handwerksbetriebe, gut gebaute Verwicklungen zwischen den Charakteren und allgemein eine runde Geschichte. Wie gesagt, es ist nicht anspruchsvoll, ein bisschen doll kitschig aber trotzdem gefällt es mir irgendwie gut. Es gibt noch weiteren einen Teil, Der verschwundene Buchladen, den ich mir bei Zeit zulegen werde. Dann sieht es auch im Regal sehr schön aus. 


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