Cilly Verspohl - Leise, die Welt ist so laut
Poesie und Prosa aus der Stille
Das Buch habe ich aus dem lokalen Bücherschrank gezogen. Es sah ganz nett aus und ein bisschen Poesie kann nie schaden. Inhaltlich jetzt nicht der Knaller. Einiges an Kurzgeschichten, ein paar Gedichte und Anekdoten. Alles ein bisschen altbacken, was auch daran liegt, dass die Autorin 1910 in Münster geboren wurde. Sie war herzkrank und hat daher die meiste Zeit zu Hause im Bett verbracht. Einige schwere Operationen, Krankenhausaufenthalte und Bettlägerigkeit haben sie sehr geprägt und ihren Blick für die kleinen Details im Leben geschärft. Sie macht viel mit sich selbst aus und teilt lediglich die Freuden mit Außenstehenden. Beim Schreiben hat sie da etwas mehr Raum. Den nutzt sie sehr gut, nur ist es eben mit dem heutigen Blick ein bisschen alt plus kitschig (nicht schlimm negativ gemeint). Die Frau hat zwei Weltkriege miterlebt und war schwer krank. Wenn man das mit einbezieht, sind es einfach kleine Prosa Stücke die ihre kleine Welt beschreiben. Von nistenden Vögeln im Balkonkasten, Wetter, Krankenhäusern, Freundschaften, Humor, Angst vor der Modernisierung und vielem mehr handelt diese kleine Sammlung auf 180 Seiten.
Wenn man die Autorin googelt, kommt leider gar nicht soviel dabei raus. Sie hat 1942 ihr Staatsexamen der Pharmazie in Münster bestanden und kurz als Apothekerin gearbeitet. Woran genau sie erkrankt ist, irgendwas mit dem Herz, konnte ich nicht herausfinden. Einen Wikipedia Eintrag hat sie nicht. Vermutlich war sie eine lokal bekanntere Autorin aus dem Münsterland. Verstorben ist sie am 10. Juni 1988.
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