Jennifer Haigh - Licht & Glut
Mal wieder ein Roman. Das zweite Buch, dass ich von Jennifer Haigh lese. Das Leben von ausgewählten Stadtbewohnern auf 472 Seiten. Dieses Mal keine Familiengeschichte, sondern mehrere Bewohner und Bewohnerinnen der Kleinstadt Bakerton in Pennsylvania. Gut gemacht aber die ersten 100 Seiten relativ unübersichtlich, da man alle erstmal kennenlernen muss. Ein paar Zeitsprünge sind drin, die sind aber meistens am Kapitelanfang zu erkennen. Ich bin nicht so schnell durchgekommen, wie im ersten Buch (Eintrag hier) von ihr. Das wird aber an all den verschiedenen Perspektive liegen.
Die Kohlezeit in Bakerton ist vorbei. Die Kohlegruben sind geschlossen, es herrscht hohe Arbeitslosigkeit und eine gewisse Tristesse. Dann wird eine große Gas- und Ölfirma auf das Land in Bakerton aufmerksam. Sie setzen auf Gas und der große Themenblock Fracking wird hier erklärt und näher gezeigt. Bewohner und Bewohnerinnen verpachten ihr Land, werden über den Tisch gezogen, verseuchtes Grundwasser, Aktivisten und Familienschicksale - hier wird jede Kurve einmal genommen. Der Aufbau ist spannend, manche Charaktere bekommen einen eigenen Twist in ihre Geschichte gebaut, so dass alles ziemlich gut erzählt wird. Viele Informationen und viele Perspektiven auf das Fracking und die Auswirkungen vom Fracking.
Zwischendurch ist es etwas langatmig aber die Geschichte an sich ist ziemlich rund. Der Schreibstil und all das wirklich auf knapp 500 Seiten zu packen ist immer noch sehr beeindruckend. Für eine gut geschriebene Geschichte, kann man sich das Buch hier zulegen. Habe es Second Hand bekommen, daher nur 3€ oder 4€ investiert. Das Geld ist definitiv gut angelegt, vor allem da ich kein großer Roman Fan bin - für eine interessante und ausgearbeitete Geschichte bin ich immer zu haben.
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