Safia Elhillo - home is not a country
Den Titel habe ich bei Sara auf Instagram gesehen (ihre Socials: Instagram & Twitter). Sie ist eine meiner sicheren Quellen für Nachrichten aus dem Sudan. Zudem teilt sie zwischendurch auch Organisationen oder Spendenaktionen, die den Menschen vor Ort helfen. Ich habe schon einige ihrer Buchempfehlungen auf meiner Liste. Bei der letzten Second Hand Bestellung konnte ich dieses Buch der sudanesischen Autorin Safia Elhillo dann bekommen. War gespannt und bin nicht enttäuscht worden.
Mit gutem Englisch ist das lesen kein Problem. Manche Sätze sind in Arabisch geschrieben, werden aber ins Englische übersetzt.
Die Geschichte von Nima hat einen Hauch Magie an sich, der so bezaubernd ist, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte. Die 15 jährige Nima lebt zusammen mit ihrer Mutter Aisha in einer Kleinstadt irgendwo in den USA. Sie verbringt viel Zeit mit ihrem besten Freund Haitham, bis es zu einem Streit kommt. Nima verliert sich immer mehr in ihren eigenen Gedanken. Viel Nostalgie für ein Leben, dass sie lediglich von Fotos und durch Kassetten kennt und das Gefühl, nirgendwo richtig zu Hause zu sein. Ihr Arabisch ist zu schlecht und ihre Mutter erzählt nicht viel aus der Vergangenheit. Auf der anderen Seite findet sie sich in den USA nicht zurecht, da sie kaum Anschluss findet und dem Alltagsrassismus nicht aus dem Weg gehen kann. Im Verlauf kommt die Magie und sie begibt sich auf eine Art Reise mit einem Leben, dass es in der Realität nie gegeben hat. Klingt ein bisschen wirr, ich weiß. Im Zuge der Geschichte ergibt das aber alles ein sehr schönes Bild und eine ziemlich gute Struktur um die Lesenden wieder ins Hier und Jetzt zu holen.
Die ganze Erzählstruktur ist hier sowieso ein komplett anderes Level. Jedes Kapitel, ein kleiner Auszug, im Stil eines Gedichts. Das ist Kunst. Eine schöne Rhythmik, die Schriftarten gut eingesetzt und alles so wunderbar kompakt. Eine so große Geschichte über Heimat, Familie und Zuhause so präzise in ein Buch zu gießen, absolut beeindruckend. Vor allem eine wichtige Perspektive. Kann es daher nur empfehlen. Schmuckstück! Der Buchtitel hat übrigens Recht: home is not a country
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